der Klang von Zuckerwatte

Eine leuchtende, tröstende Kürbissuppe mit Graupen und Salbei

An manchen Tagen möchte man die Welt aussperren. Nichts mehr von ihr sehen oder hören, sich mit nichts mehr auseinander setzen müssen. Das sind die Tage, die Dich schon am Morgen böse aus dem Alltag hebeln, die Dich auf hinterhältigste Weise erschrecken und die Gedanken von eben völlig surreal erscheinen lassen. Du fühlst Dich ratlos, fassungslos und magst am liebsten mit der sich konstant drehenden Welt verstecken spielen: „Ich sehe Dich nicht, also siehst auch Du mich nicht!“

Abends bist Du mit den Gedanken immer noch weit fort, beginnst erst jetzt die Geschehnisse des Tages zu verarbeiten und weißt instinktiv die Wirkung einer lieben Umarmung, eines wohligen Glases Rotweins und einer tröstenden Suppe zu schätzen. Erst recht, wenn sie Dich mit ihrer leuchtend-gelben Kürbisfarbe so lebensfroh aus der Schüssel heraus anlacht, mit den wohltuenden Aromen von Salbei verzaubert und mit ihrer cremig-feinen Samtigkeit, welche auf pürierten Gerstengraupen basiert, die Seele streichelt.

Manchmal ist so eine wärmende Suppe nämlich genau das Richtige.

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Kürbissuppe mit Graupen und Salbei

Zutaten für 4-6 Portionen

  • 1 Hokkaido Kürbis
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Olivenöl
  • wer mag 1 Hand voll geräucherter Schinken in Würfeln
  • 10 große Blätter Salbei
  • 1 Glas Weißwein
  • 1 l Brühe (ich: Hühnerbrühe)
  • 2 Hand voll Gersten- bzw. Perlgraupen
  • 1/2 Becher Sahne
  • etwas Chilipulver
  • Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskat
  • 1 kleine Hand voll Sonnenblumen- oder Kürbiskerne

Zubereitung

Den Kürbis halbieren, von den Kernen befreien und schließlich in grobe Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und in Scheiben schneiden. Den Salbei grob hacken. Das Olivenöl in einem Topf erhitzen, Zwiebel, Knoblauch, Salbei und (wer hat) Schinken bei niedriger bis mittlerer Hitze andünsten. Mit dem Wein ablöschen, dann Kürbis, Graupen und Brühe dazu geben, aufkochen und bei niedriger Hitze so lange köcheln, bis der Kürbis gar ist und beginnt auseinander zu fallen. Nebenbei die Sonnenblumen- bzw. Kürbiskerne in einer Pfanne anrösten, bis sie beginnen Farbe anzunehmen und einem ein nussiger Duft in die Nase steigt.

Die Suppe bis zur gewünschten Konsistenz pürieren, Sahne unterrühren, ebenso etwas Chilipulver und am Schluss alles mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Die Suppe auf Teller verteilen, mit den Sonnenblumenkernen und wer mag etwas gehacktem Salbei sowie einem weiteren Löffel Sahne garnieren. Heiß und dampfend servieren.

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13 Kommentare zu “Eine leuchtende, tröstende Kürbissuppe mit Graupen und Salbei

  1. Liebe Ylva,
    Solche Tage sind furchtbar…
    Deine Suppe ist ein köstlicher Seelentröster, sehr feines Rezept.
    Herzliche Grüsse,
    Sabine

    1. Das freut mich, liebe Sabine!
      Und ja, solche Tage sind schrecklich. Dafür ist man froh, wenn sie endlich vorbei sind.
      Ganz herzliche Grüße,
      Ylva

  2. Krisi sagt:

    Sehr lecker, ich freue mich sehr das die Kürbiszeit wieder begonnen hat. DIe Suppe sieht köstlich aus!
    LIebe Grüsse,
    Krisi

    1. Jeden Sommer freue ich mich riesig auf die Kürbissaison, liebe Krisi. Und sobald ich den ersten in die Hände bekomme, wird Suppe gekocht. Das muss einfach sein. Jahr für Jahr 😉
      Liebe Grüße,
      Ylva

  3. Julia sagt:

    Oh Ylva, <3
    Ich drücke Dich ganz fest!
    Julia

    1. Ach, liebe Julia!
      Ich drück Dich auch feste! <3 Solche Tage gehören leider zum Leben dazu. Und zum Glück gibt es viele, die schöner sind!
      Ganz liebe Grüße,
      Ylva

  4. babs96 sagt:

    Das macht doch Lust, loszulaufen und einen Kürbis zu kaufen 😉
    Ich schick dir mal ein wenig Fröhlichkeit!

    1. Vielen lieben Dank!
      Wie schön, dass ich Dir mit diesem Rezept Appetit machen konnte! Wir haben erst neulich die Reste verdrückt: mit Crème fraîche in eine Lasagne geschichtet… mjamm! 😉
      Fröhliche Grüße,
      Ylva

  5. Dani sagt:

    Ach, liebe Ylva… fühl dich feste gedrückt. Ich hoffe, es geht euch schon wieder etwas besser!

    1. Ach, liebe Dani! Es ist schon viel besser, herzlichen Dank! Wir wissen jetzt zum Glück auch warum und dass wir nix hätten besser machen können. Wenigstens etwas und ein kleiner Trost!
      Viele Grüße und nen lieben Drücker! <3

  6. Wahnsinn, dass schon wieder Kürbis-Saison ist, oder? Deine Suppe sieht köstlich aus, und ich glaube sie ist genau richtig für Tage, wie Du sie beschreibst :-).

    1. Ja, wirklich Wahnsinn, liebe Claudia! Die Zeit vergeht im Flug. Trotzdem freue ich mich Jahr für Jahr auf die allererste Kürbissuppe und dieses Jahr hat sie wirklich ganz besonders fein geschmeckt. 🙂 Seelentröster sind ja irgendwie alle Suppen, aber diese hat wirklich wunderbar geholfen.
      Ganz liebe Grüße,
      Ylva

  7. Tammy sagt:

    Liebe Ylva, genau so einen Tag hatte ich gestern und Du wirst lachen – ich hab Kürbissuppe gehabt, eine warme Decke und ein kleines Glas Gin mit Cranberrysaft. Und heute sieht die Welt schon besser aus 😉

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