der Klang von Zuckerwatte

Curry ist immer eine gute Idee

Ziegen*Foto von unsplash

Was tun, wenn die Lustlosigkeit um sich schlägt? Wenn jeder Handgriff in der Küche wie eine schwierige Aufgabe erscheint… und man die paar kostbaren Sonnenstrahlen zwischen dem wolkenverhangenen Himmel nutzen möchte um sich draußen die Nasenspitze zu wärmen?

Curry ist oft die Lösung. Curry, das so einfach zu machen ist, dass man nur Zwiebeln schneiden und alles in einen Topf werfen muss. Curry, das mit seinen Gewürzen die Seele streichelt und die kalten Finger wieder aufwärmt, wenn die Sonne wieder doch nicht will und zugleich erfrischt. Curry, das leuchtend gelb im Topf schillert, die Bude in ein aromatisches Duftmeer hüllt und – das beste – auch einfach nur super lecker schmeckt.

Hinein darf Ziege, klassisch indisch eben. Wer das nicht bekommt nimmt einfach Lamm oder sogar Jungschaf. Das Fleisch wird durch das lange Köcheln butterzart und zerfällt auf der Zunge. Wer will da noch vegan…?

Kossha Mangsho

Kossha Mangsho – Ziegencurry mit Joghurt

Zutaten für 2 Portionen
nach einem Rezept aus dem Buch „Indien“ von Pushpesh Pant

Für die Marinade:

  • 150 g Naturjoghurt
  • 1 EL Öl
  • 2 TL Zucker
  • 1/2 TL Chilipulver
  • 1/2 TL Kurkuma

Für das Curry:

  • 500 g Ziegenfleisch in Würfeln, ersatzweise Lamm
  • 60 ml Öl
  • 1 große Zwiebel, geschält und in Ringe geschnitten
  • 1 EL geriebenen Ingwer
  • 1 TL geriebenen Knoblauch
  • 1/2 TL Chilipulver
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 TL frisch gemahlenen Kardamom
  • 250 g Naturjoghurt
  • 500 ml Wasser

Zudem:

  • Salz
  • etwas Koriandergrün

Die Zutaten für die Marinade verrühren, das Fleisch untermischen, abdecken und für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

Das Öl in einem Topf geben, die Zwiebelringe bei mittlerer Hitze darin dünsten. Den geriebenen Ingwer und Knoblauch unterrühren. Nach einer Minute das Fleisch samt Marinade mit den restlichen Zutaten für das Curry hinzu geben. Aufkochen, einen Deckel auflegen und bei niedriger bis mittlerer Hitze 90 Minuten sanft köcheln lassen. Wenn die Sauce cremig wird und etwas eingekocht ist mit Salz abschmecken. Mit Koriandergrün garnieren und zu Reis oder Naan Brot servieren.

Naan Brot

Zutaten für 4 kleine Brote

  • 25 g ungesalzene Butter
  • 130 g Weizenmehl, 405er oder 550er
  • 65 ml Wasser
  • 5 g frische Hefe
  • 1 TL flüssigen Honig
  • 1/2 TL Salz
  • 60 g Naturjoghurt

Die Butter schmelzen. 1 EL davon mit allen restlichen Zutaten zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten. Der Teig sollte etwas kleben und leicht feucht sein. Eventuell etwas mehr Wasser oder Mehl unterkneten. Den Teig abdecken und für 1-2 Stunden ruhen lassen, bis er etwa doppelt so groß ist.

Den Teig durchkneten und in 4 Bälle formen. Diese jeweils auf etwa 3 mm ausrollen. Eine Pfanne erhitzen, 1/4 der geschmolzenen Butter hinein geben und eine der Teigscheiben bei mittlerer Hitze etwa 2 Minuten von jeder Seite backen. Mit den restlichen Broten ebenso verfahren. Wer mag bestreut die frisch umgedrehten Brote in der Pfanne noch mit etwas Schwarzkümmel- und/oder Kreuzkümmel-Samen.

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12 Kommentare zu “Curry ist immer eine gute Idee

  1. Jens sagt:

    Oh man! Das Buch habe ich auch. Es steht schon seit 2 oder 3 Jahren im Regal und ich habe tatsächlich erst einmal daraus gekocht.

    Schande über mein Haupt! Aber dein Beitrag motiviert mich auf jeden Fall das Buch nochmal in die Hand zu nehmen. Zumal ich die indische Küche auch wirklich sehr sehr gerne mag.

    Beste Grüße
    Jens

    1. Ylva Ylva sagt:

      Hihi, Jens… da bist Du nicht der einzige. Wir haben das Buch auch schon so lange (knapp 2 Jahre kommt hin glaube ich) und es ist sowas von wunderbar. Aber wir haben bisher einfach viel zu selten daraus gekocht. Immerhin haben wir bereits 3 oder 4 Lamm-Gerichte probiert und sie sind allesamt fantastisch lecker gewesen. Die Gewürzmischungen am Anfang sind der Hammer und das beste ist: Die Rezepte sind so unglaublich einfach und mit relativ wenig Arbeitsaufwand. Wir haben es jetzt einfach mal in der Küche liegen lassen. Vielleicht gibt’s am Wochenende ja wieder indisch… 😉
      Liebe Grüße,
      Ylva

  2. Dani sagt:

    Hallo meine Liebe,

    ein Glück, dass die Lustlosigkeit in die Ecke gestellt und überwunden wurde, wir haben dich vermisst <3 Curries sind was Feines, witzigerweise mag ich sie nicht nur im tiefsten Winter, wenn sie schön von innen wärmen, sondern auch gerne bei warmen Temperaturen, da sie mich dann immer an Thailand erinnern.

    Liebe Grüße!
    Dani

    1. Ylva Ylva sagt:

      Hallo Du Liebe,

      vielen Dank! <3 Manchmal braucht es halt einfach ein wenig, nicht wahr? Ich mag Currys auch sehr gerne zu jeder Jahreszeit. Sie sind einfach so herrlich erfrischend, trotz ihrer Wärme. Und Seelenstreichler-Gerichte kann man immer gut vertragen.

      Ich drück Dich! Liebe Grüße,
      Ylva

  3. Anna C. sagt:

    Über das Video hab ich mich köstlich amüsiert, trotz des etwas schwer verständlichen Dialekts- danke dafür!
    Wo kaufst du Ziege?

    1. Ylva Ylva sagt:

      Hehe! Danke liebe Anna!
      Ziege kaufe ich bei uns auf dem Wochenmarkt; da gibt es eine Ziegenhirtin, die Ziegen- und Lammwaren aus der Region anbietet. Eventuell kann man auch mal nach Metzgereien schauen bei denen man eventuell bestellen kann; gerade auf dem Land kommen sie manchmal noch an so etwas ran.
      Liebe Grüße,
      Ylva

  4. Liebe Ylva,
    erst jetzt habe ich das Rezept gelesen, nachdem ich ja das Foto auf Instagram schon so schön fand. Und welch Überraschung – das Rezept ist ja wirklich nicht so aufwändig. Freue mich jetzt schon darauf es nachzukochen!
    Liebe Grüße
    Franziska

    1. Ylva Ylva sagt:

      Huhu liebe Franziska,
      ja, das Curry ist wirklich super einfach zubereitet und schmeckt dabei doch so unglaublich lecker! 🙂 Ich wünsche Dir viel Spaß beim Nachkochen und drück Dich feste! <3
      Ylva

  5. Thomas sagt:

    Hallo Ylva,
    die Curry-Spezialität hab ich nun schon ein paar mal ausprobiert.. gemäß Deiner Überschrift ist es halt auch immer ne gute Idee 😉
    Beim ersten Nachkochen wurde die Soße nicht ganz so cremig, deswegen hatte ich bei einem weiteren Versuch erst mal weniger Wasser zugegeben. Bei der Joghurt Wahl sollte ich vlt auch besser aufpassen.. das Nan Brot wird seitdem sogar öfters gemacht. Den Tipp mit dem Klebrigen hab ich dann gemerkt.. Mit etwas großzügigem Einsatz an Mehl beim Ausrollen ging das aber auch. Und noch einen Slogan zum Curry haben mir ein paar Nepalesen gesteckt: Don‘t worry – eat curry 🙂

    1. Ylva Ylva sagt:

      Hallo Thomas,

      wie schön zu hören, dass Du das Curry inzwischen schon ein paar Mal ausprobiert hast! 🙂 Curry ist doch wirklich immer super – und „Don‘t worry – eat curry“ trifft es doch ziemlich gut! Ja, das kann gut sein, dass die Sauce, je nach verwendetem Joghurt, mal etwas mehr oder weniger eindickt. Zur Not lässt man das Ganze halt ein wenig länger köcheln 😉

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
      Ylva

  6. Steffi sagt:

    Hallo Ylva
    Das Rezept hört sich sehr verlockend und interessant an, sodass es sofort nachgekocht werden muss, aber was für Lammfleisch nimmt man am besten? Soll ja nicht zu trocken und nicht zu fett sein. Kenne ein ähnliches Rezept mit Hähnchenbrust, aber Lamm finde ich deutlich interessanter.
    Liebe Grüße Steffi

    1. Ylva Ylva sagt:

      Hallo Steffi,

      wie schön, dass Dich das Rezept so anlacht! Und mhhh! mit Huhn kann ich mir das Curry auch sehr gut vorstellen. Wenn Du Lamm nehmen magst, hast Du hierfür eigentlich eine recht große Auswahl: Ich würde hier zum Beispiel Fleisch aus der Schulter oder der Keule empfehlen. Die sind beide gut durchwachsen aber auch nicht zu fettig. Brust habe ich mal gelesen geht ebenso gut, und auch Hals.

      Ich hoffe das hilft Dir und wünsche Dir gutes Gelingen beim Kochen!
      Ylva

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