der Klang von Zuckerwatte

{Otaku Girls} Frittierte Makrele mit Ei auf Reis

Saba Tamagoyaki Don

Unter Wasser ist die Welt still. Die Sonnenstrahlen fallen durch die sich stets verändernde Wasseroberfläche und tanzend lachend am Grund. Sie rufen uns zu, uns zu ihnen zu gesellen und in ihnen zu baden. Das Blau des Wassers, mal eher stahlgrau und trüb, mal türkishell und klar, lockt uns ebenso, bis wir endlich nachgeben. Manchmal träume ich von den lebendig-tosenden Wellen des wilden, echten Wassers der Ozeane. Gezähmt, so muss ich gestehen, habe ich das Wasser zum Baden jedoch am liebsten: Im Schwimmbad, mit festem Grund unter den Füßen, mit einem Auge der Bewunderung auf die sportlich-durchtrainierten Menschen um mich herum. Ich ziehe meine Bahnen, tauche unter und verschmelze mit dem Wasser; einem Ort, wo ich mich schon immer wohl gefühlt habe. Kein großes Wunder also, dass ich mich irgendwann an einer Anime-Serie über das Schwimmen fest gebissen habe. Free! zu Ehren gibt es heute Makrele – das unübertroffene Lieblingsessen des Hauptcharakters Haruka Nanase.

Saba Tamagoyaki Don

Als ein eher unscheinbarer, wenn auch wunderschön gemusterter Fisch in Blau und silbrig-schimmerndem Grau, landet die Makrele bei uns leider viel zu selten auf dem Tisch. Bei den meisten ist sie weit weniger begehrt als der cremige Lachs oder der feste Thunfisch, was vielleicht mitunter an ihrem recht intensiven, “fischigen” Geschmack liegt: Sehr aromatisch und durch den hohen Fettgehalt auch ein eher öliger Fisch hat die Makrele eine ganz markante Würze, was sie für mich gerade so spannend macht. Dass man sie zudem nicht schuppen muss ist ebenfalls sehr praktisch. Ja, Makrele lässt sich fast viel zu einfach zuzubereiten. Wir müssten es nur viel öfter einfach mal tun – gerade jetzt im Herbst, während dieser schmackhafte Fisch mitten in seiner Saison steckt.

Für die zweite Runde der Otaku Girls Blogparade, die ich heute mit der zauberhaften Liv austrage, habe ich den Fisch ganz unkompliziert frittiert und mit Ingwer, sowie einer typisch-japanischer Eierrolle auf gegartem Reis serviert. Durch die süß-saure Schärfe des eingelegten Ingwers und einem Spritzer erfrischender Limette strahlt die Makrele ganz besonders und das cremige Ei liefert einen schönen Kontrast zum knusprig frittierten Fisch. Ein Genuss!

Liv hat uns heute niedliche Haikyuu-Kekse gebacken. Schaut bei ihr vorbei!

Otaku Girls

uBKCd5xZ

„Saba Tamagoyaki Don“ – Frittierte Makrele mit japanischem Omelette auf Reis

Inspiriert von Free! und Free! Eternal Summer

Zutaten für 2 Portionen

Für die frittierte Makrele:

  • 2-3 Makrelen-Filets
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 EL Sake oder Sherry
  • 1/2 EL Mirin
  • 2 EL Kartoffelstärke
  • 500-1000 ml Frittieröl

Für das Tamagoyaki:

  • 3 Eier, Größe M
  • 1-2 TL Sojasauce
  • 1 TL Mirin
  • etwas Öl

Zudem:

  • frisch gegarter Sushi-Reis
  • etwas Gari (eingelegten Sushi-Ingwer)
  • 1 gehackte Frühlingszwiebeln
  • Saft 1/2 Limette
  • 1 EL Sesam

Die Makrelenfilets waschen, mit den Fingern auf Gräten überprüfen und diese mit einer Pinzette entfernen. Sie laufen in der Mitte vom Filet entlang und an der oberen Hälfte verstecken sich manchmal auch noch ein paar. Die Filets in mundgerechte Stücke schneiden und mit Sojasauce, Sake und Mirin vermischen. Für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank marinieren lassen.

Derweil das japanische Omelette („Tamagoyaki“) zubereiten. Die Eier gründlich mit der Sojasauce und dem Mirin verquirlen. Eine Tamagyaki-Pfanne (eine gewöhnliche Pfanne geht auch) erhitzen, eine dünne Schicht Öl hinein geben und ca. 1/4 der Ei-Mixtur hinein gießen. Sobald die Oberseite des Omeletts beginnt fest zu werden das Omelette 3 -4 mal zusammen „klappen“ und die Rolle an die Pfannenseite schieben. Eine weitere Schicht Öl in die Pfanne geben. Ein weiteres Viertel der Eimischung in die Pfanne gießen, das „alte“ Omelette kurz anheben, damit die Mischung sich darunter verteilen kann. Wieder warten, bis die Oberfläche fast stockt, dann die vorige Rolle weiter aufrollen. So weiter verfahren, bis alles Ei verbraucht ist und als fertige Rolle in der Pfanne liegt. Die Rolle auf eine kleine Bambusmatte geben, diese zusammen rollen und bei Seite stellen. (Zum Tamagoyaki habe ich auch eine Video-Anleitung auf dem Blog.)

Den Fisch aus dem Kühlschrank holen, gründlich abtropfen lassen und in der Kartoffelstärke wälzen. Das Öl in einem Topf auf ca. 170°C erhitzen. Die Fischstücke vorsichtig in das heiße Öl gleiten lassen und für 2-3 Minuten goldgelb und knusprig frittieren. Lasst die Fischstücke frei im Öl schwimmen, frittiert eventuell lieber in zwei Schüben. Auf einem Küchentuch abtropfen lassen.

Zwei Schüsseln mit gegartem Reis füllen, die frittierte Makrele darauf anrichten. Die Eirolle auspacken, in kurze Stücke schneiden und mit in die Schüssel geben. Nach Herzenswunsch mit Gari, gehackten Frühlingszwiebeln, Sesam und etwas Limettensaft garnieren und rasch servieren.

Saba Tamagoyaki Don

Liebe Liv – es war mir wieder eine riesige Freude! Und jetzt hüpfe ich rüber zu Dir und Deinem tollen Haikyuu!!-Keks-Rezept.

Gepostet in:
Tags:

2 Kommentare zu “{Otaku Girls} Frittierte Makrele mit Ei auf Reis

  1. Julia sagt:

    Liebe Ylva,
    ich weiß genau, was Du meinst, wenn du über das Wasser sprichst, dieses verschmelzen mit dem kühlen Nass. Ich liebe Wasser, das Meer, schwimmen, tauchen, einfach alles. Bis auf Fische. Wenn ich nur einen unter mir schwimmen sehe, bin ich schneller aus dem See als man schauen kann… das Omlette mit dem Reis und dem Fisch wäre auf jeden Fall ein wunderbares Essen nach dem Schwimmen. Kennst Du diesen unglaublichen „nach-dem-Hallenbad“-Hunger? Es gibt nichts vergleichbares 🙂
    Ein wunderbarer Post, meine Liebe!
    Julia

    1. Ylva Ylva sagt:

      Ist das nicht einfach herrlich, liebe Julia?
      Ich weiß noch, wie ich schon als Kind so gern im Hallenbad herum getaucht bin (schwimmen konnte ich anfangs noch nicht 😉 ) und so getan hab, als wäre ich ein Fisch (ja ok: oder Arielle… 🙂 ). Vor allem Lebendigem im Wasser gruselt es mich auch ein wenig obwohl ich da gerne zusehe. Ein kleiner Widerspruch in sich, was? Dieser unglaubliche nach-dem-Hallenbad-Hunger ist jedenfalls in der Tat einmalig. Das nächste Mal nehme ich mir vielleicht etwas zu essen mit und bleib den ganzen Tag am Wasser um abwechselnd zu plantschen und Futter in mich reinzuschaufeln. Zum Beispiel auch gerade wieder das hier. Hihi!
      Ganz liebe Grüße und vielen Dank – ich drück Dich! <3
      Ylva

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.