der Klang von Zuckerwatte

Wenn ich ein Klingone wär…

Wenn ich ein Klingone wäre, würde ich den ganzen Tag Gagh essen. Wenn ich könnte! Gagh zum Frühstück, zum Mittag und zum Abendessen. Und auch nachts. Leckere, lebendige Schlangenwürmer um deren Genuss ich mich freudig mit meinen Klingonen-Freunden bis aufs Blut kloppen würde. Zum Glück (?) bin ich kein Klingone – was mir das Leben auf der Erde immerhin mächtig erleichtert.

Also stelle ich mich lieber in die Küche und knete Nudeln anstatt im Schlamm auf Beutefang zu gehen. Mehl, Wasser und Salz verbinden sich zu einem schönen samtig-weichen Teig, der den Händen schmeichelt und ausgerollt und in Form gebracht eine weitaus köstlichere Mahlzeit darstellt als das klingonische Traditionsgericht. Beispielsweise schlicht in nussigem Sesamöl gebraten und mit etwas Frühlingszwiebel und Sushi-Ingwer zu einem feinen Sencha serviert.

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Dass die Udon dann in der Schüssel leider tatsächlich etwas an eben jene Würmer erinnern, wie Herr Zuckerwatte immer wieder auf’s Neue behauptet, bevor er sich gierig auf die leckeren Nudeln stürzt… dafür kann ich ja nix!

Gebratene Udon-Nudeln mit Frühlingszwiebeln und Sushi-Ingwer

Zutaten für 2 Portionen

Für die Nudeln:

  • 250 g Weizenmehl
  • 125 ml Wasser
  • 12 g Salz

Zudem:

Zubereitung

Die Zutaten für die Nudeln zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Er ist perfekt, wenn man ihn hoch hält, die Hand umdreht und der Teig noch 1-2 Sekunden an der Handfläche kleben bleibt, bevor er nach unten fällt. Den Teig abgedeckt 1 Stunde bei Raumtemperatur ruhen lassen.

Den Teig in eine Plastiktüte legen und 10 Minuten darauf herum treten. Das macht ihn schön elastisch und bringt die traumhafte Konsistenz, die wir später haben wollen. Anschließend 3 mm dick ausrollen, mit Reismehl einstauben und Ziehharmonika-artig zusammen klappen. Zu 2 mm dicken Nudeln schneiden, diese aufdröseln und zu mehreren lockeren Nestern drehen.

Einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen und die Nudeln in dem ungesalzenen Wasser 3-5 Minuten bis zur gewünschten Konsistenz garen. Danach durch ein Sieb abgießen und unter kaltem Wasser gründlich waschen.

Eine Pfanne erhitzen, das Öl hinein geben und die Nudeln rings herum anbraten. Die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Die gebratenen Nudeln auf Schüsseln verteilen, mit dem Ingwer und den Frühlingszwiebeln garnieren. Die Sojasauce darüber träufeln und am Schluss noch etwas Furikake darüber streuen.

Tipp: Selbst gemachte Udon-Nudeln lassen sich gekocht, in 1 TL Öl geschwenkt und luftdicht verpackt gut für 1-2 Tage im Kühlschrank lagern.

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10 Kommentare zu “Wenn ich ein Klingone wär…

  1. Julia sagt:

    Ich gestehe: Ich habe erst „Wenn ich ein Klingelton wäre“ gelesen. Und ja, ich hab mich ein wenig gewundert…. ABER nachdem sich das Rätsel dann gelöst hat, war ich beruhigt XD Die Nudeln sehen wie immer köstlich aus, das wäre genau das richtige für heute Abend!
    Liebe Grüße und maj ram!
    Julia

    1. Wenn ich ein Klingelton wäre, liebe Julia, dann würde ich wahrscheinlich den ganzen Tag piepen… 😉 Udon-Nudeln könnte ich tatsächlich jederzeit essen und ich muss tatsächlich wieder viel häufiger welche machen. Wenn Du magst, kann ich ja mal welche vorbei bringen…? 🙂
      Liebe Grüße,
      Ylva

      1. Julia sagt:

        Uuuujaaagerne! Das würde ich vor Freude auch vor mich hin dudeln, wie Klingeltöne das halt so machen 🙂

  2. Wow, die kenne ich nur gekauft. Hätte nicht gedacht, dass man die selbst machen kann 🙂

    1. Die kann man sogar sehr gut selber machen – und ich finde, das Ergebnis schmeckt viel besser, als bei den „Fertignudeln“. Definitiv meine derzeitigen Lieblingsnudeln in der asiatischen Küche 🙂
      Ganz liebe Grüße,
      Ylva

  3. Daniela sagt:

    Liebe Ylva,

    das erinnert mich daran, dass ich immer noch Furikake probieren muss! Die Nudeln sehen super aus – einfach aber aromenstark, das ist doch herrlich!
    Liebe Grüße und Drücker, ich freu mich auf Montag 🙂
    Dani

    1. Wenn Du magst, liebe Dani, bringe ich Dir am Montag gerne etwas mit. 😉 Ich hätte welches mit Möhre und Roter Beete und eines mit Erdnüssen hier. Soll ich von beidem einfach mal ein Kostpröbchen einpacken?
      Die Nudeln hauen mich ehrlich gesagt jedes Mal auf’s Neue um… die sind einfach so bissfest und fein. Mhhh!
      Ich freue mich auch schon riesig auf Montag und drück Dich ganz feste! <3
      Ylva

  4. Haha…das mit dem Klingelton hab ich auch erst gelesen :-). Schön, udon ess ich gern und mir war bisher noch nie in den Sinn gekommen, sie selbst zu machen. Was nimmst du für ein Mehl 405? Pastamehl?
    Liebe Grüße,
    Susanna

    1. Juhu, noch ein Udon-Fan! Das freut mich, liebe Susanna! 🙂
      Mehl nehme ich meist das, was gerade zur Hand ist 😉 Hartweizenmehl (Pastamehl) funktioniert am allerbesten, aber auch mit dem 405er bzw. 550er Mehl habe ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht.
      Viel Spaß beim Nachkochen und einen schönen Sonntag!
      Ylva

  5. […] Portionen japanische Nudeln, z. B. Somen-, Soba-, Udon– oder […]

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