der Klang von Zuckerwatte

Leichtes Mittagessen für einen guten Start in den Frühling: Reis mit Ei und Nori

Bald ist es Frühling. Ich fühl’s! Die Tage werden immer länger – nach der Arbeit hat man meist tatsächlich noch ein wenig Licht übrig um den restlichen Abend zu genießen – und die ersten Gänseblümchen habe ich auch schon entdeckt. Herrlich! Der kommende Frühling sorgt bei mir zudem dafür, dass ich mit Energie versorgt werde und meinen faulen Po vom Sofa hoch bekomme. Sobald das Wochenende vor der Tür steht sprühe ich vor Tatendrang und habe Lust etwas zu unternehmen.

Zeit also auch bei der Ernährung so ganz allmählich umzudenken und sich schon ein bisschen in Richtung Leichtigkeit auf dem Teller zu umzuschauen. Und so sehr ich sie mag, habe ich die Winterkost langsam etwas über und sehne mich nach frischen, einfachen Gerichten ohne viel Sahne und Fett.

Folglich hält wieder langsam aber sicher die asiatische Küche in meinem Alltag Einzug und Wok sowie Reiskocher werden häufiger benutzt. Gestern beispielsweise. Die Arbeit verlangte nach einem schnellen und unkomplizierten Mittagessen, das nicht schwer im Bauch liegen und dennoch sättigen und stärken würden. Der Reis kochte sich von alleine, auch angenehm, wenn man nebenbei am Schreibtisch sitzen kann, und landete mit ein paar schnell vorbereiteten Zutaten garniert, etwas Sojasauce und einem rohen Ei obendrauf schließlich in einer Schüssel um mich für den Nachmittag zu stärken. Reis, Ei und Nori passen sowieso immer perfekt zusammen, versorgen einen im Dreierpack mit wichtigen Nährstoffen und streut man dann noch etwas Sesam, mit ein paar knackigen Nüssen und leichtem Wasabi-Aroma obendrauf, ist es einfach perfekt! Ein klasse Mittagessen – genau nach meinem Geschmack!

Die Idee habe ich einem Rezept aus Harumi Kuriharas Kochbuch „Harumis japanische Küche“ vom Dorling & Kindersley Verlag abgeguckt und nach meinem Geschmack (bzw. den Zutaten, die ich gerade im Haus hatte) abgeändert und erweitert.

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Reis mit Ei und Nori

Zutaten für 2 Personen

  • 1-2 Kaffeetassen à 125 ml voll Klebe- bzw. Sushi-Reis
  • 2-3 Kaffeetassen voll Wasser (so viele Tassen wie Reis + 1 weitere)
  • 1-2 EL Sojasauce
  • 2 EL Furikake nach Wahl (bei mir war es dieses hier)
  • 2 sehr frische Eier, möglichst Bio-Qualität oder vom Bauernhof des Vertrauens
  • 1/2 Noriblatt
  • wer mehr in der Schüssel haben mag, kann auch etwas Frühlingszwiebeln, anderes Gemüse oder Fisch dazu nehmen

Wem das mit dem rohem Ei zu abenteuerlich erscheint, kann natürlich auch Rührei, japanisches Omelette oder Spiegelei verwenden. Wer es trotzdem versuchen möchte und sich dennoch etwas vor der Konsistenz scheut, kann die Eier trennen und lediglich das Eigelb auf den Reis geben.

Zubereitung

Den Reis zusammen mit dem Wasser in den Reiskocher geben, diesen anschalten und warten bis der Reis fertig gegart ist. Nebenbei das Nori (eine Schere eignet sich hierfür besonders) in kleine Stücke oder Streifen schneiden und eventuelle andere Zutaten vorbereiten.

Den fertig gegarten Reis mit 1-2 EL Sojasauce vermischen, abschmecken (ich gebe auch gerne ein 1 EL Reisessig pro Portion dazu) und auf 2 Schüsseln verteilen. Je ein Ei vorsichtig aufschlagen und in die Mitte der Schüssel setzen. Die übrigen Zutaten ebenfalls auf die Schüsseln verteilen und rasch servieren. Vor dem Essen wird alles gut mit den Stäbchen durchgemischt, so dass man bei jedem Bissen von jeder Zutat ein bisschen was hat.

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12 Kommentare zu “Leichtes Mittagessen für einen guten Start in den Frühling: Reis mit Ei und Nori

  1. J. Sasse sagt:

    Lecker. Ja, eine schmackhafte, leichte Kost, 😉

    Menschen mit einer Schilddrüsenüberfunktion sollten jedoch Nori/(Rot)Algen acht- und bedachtsam ob des teilweise sehr hohen Iod-/Jodgehaltes verwenden.

    Charmantes und erholsames Wochenende.

    1. Hi!
      Ja, mit Nori muss manch einer tatsächlich etwas aufpassen. Auch wenn man keine Schilddrüsenprobleme hat sollte man vorsichtig sein und zur Sicherheit die empfohlene Maximalmenge auf der Verpackung beachten, damit man sich keine Störungen zuzieht. Allerdings ist 1/2 Noriblatt bei 2 Portionen noch durchaus in Ordnung, finde ich. 😉
      Liebe Grüße!
      Ylva

  2. Julia sagt:

    Hmmm, das klingt aber lecker, Ylva. Genau das richtige für eine schnelle Mittagspause zu hause! Stockt das Ei denn ein bisschen, wenn man es mit dem heißen Reis vermischt? Von dem Kochbuch habe ich schonmal gehört, wie gefällt es Dir denn? Ist das für Anfänger der japanischen Küche geeignet? Ich bräuchte nämlich eines, das den Einstieg in diese Länderküche leicht macht und nicht abschreckt, was meinst Du?
    Liebe Grüße!
    Julia

    1. Wirklich „stocken“ tut das Ei nicht, liebe Julia – ein wenig glibberig bleibt es trotz dem warmen Reis. Für manche ist es sicher ein wenig gewöhnungsbedürftig. 😉 Ich fand es allerdings sehr lecker.

      Das Kochbuch ist super, allerdings beschreibt es eine eher modernisierte Form der japanischen Küche, die mit Zutaten wie Käse schon recht stark an die westliche Welt angelehnt ist. Für einen Einstieg in die klassische japanische Küche würde ich Dir persönlich eher „Die japanische Küche“ von Kimiko Barber aus dem Fona-Verlag empfehlen. Hier hat jede traditionelle Zutat ein eigenes Kapitel mit je ein paar Rezepten, die alle ziemlich unkompliziert nachzukochen sind und am Schluss hat man einen schönen Überblick.

      Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende!
      Ylva

  3. Shaoshi sagt:

    Sehr simpel, aber wow!

  4. Das ist natürlich in der Tat eine gewagte Sache mit dem rohen Ei. Aber bei dir würde ich es trotzdem probieren. ♥ Aussehen tut es nämlich äußerst gut. 🙂

    1. Guten morgen liebe Ramona,
      ich bin mit dem rohen Ei auch ziemlich mutig ins kalte Wasser gesprungen 😉 Das glibberig bleibende Eiweiß ist tatsächlich etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich fand es sehr lecker. Das nächste Mal werde ich es tatsächlich nur mit rohem Eigelb versuchen um zu gucken, wie es dann schmeckt.
      Ganz herzliche Grüße und bis Samstag meine Liebe! Ich freu mich schon riesig drauf Dich wiederzusehen! 🙂
      Ylva

  5. Dani sagt:

    Liebe Ylva,
    da scheinst du Recht zu haben, mit dem Frühling – ich bin sehr hin und hergerissen momentan, auf der einen Seite freue ich mich über die milden Temperaturen und die Sonne, auf der anderen Seite machen mir die blühenden Bäume fast schon etwas Angst – ist es nicht schon viel zu früh für sie?
    Dein Lunch hört sich wirklich nach dem perfekten Mittagessen an, ich muss gestehen, ich stehe sehr auf noch flüssiges Eigelb, aber Eiweiß darf bei mir nicht mehr glibberig sein 😉 Ich würde dann wahrscheinlich ein kurz gebratenes Spiegelei dazu machen, hmmmmmm! 🙂

    1. Hach, wie schön, dass es da nicht nur mir so „seltsam“ geht, liebe Dani! In unserem Garten blühen schon Krokusse und die ersten Tulpen stecken auch schon ihr grün aus der Erde… 
      Die Schüssel voll Reis war jedenfalls herrlich leicht. Rohes Eiweiß ist allerdings auch eine Sache, die bei mir eigentlich nie glibberig sein darf. Hier hat es sich recht gut mit dem Reis vermischt aber das nächste Mal schaue ich, wie es nur mit Eigelb obendrauf schmeckt. Ein Spiegelei obendrauf ist sicher auch eine Freude… mhhh, ich bekomm schon wieder Hunger 😉
      Ganz liebe Grüße!
      Ylva

  6. soyosoyo*kyoko sagt:

    Liebe Ylva,
    ganz authentisch, so sieht oft mein Essen alleine zu Hause aus! Ich traue aber nicht, den anderen (und meinen Kunden) rohes Ei anzubieten 😉 Vielleicht probierst Du Onsen Tamago „Heiße-Quelle-Ei“? Gaaanz lecker!
    Ganz liebe Grüße, Kyoko = 100% Japanerin

    1. Ach, liebe Kyoko, was ein Lob!

      Da werde ich ja richtig rot! Ja, rohes Ei ist immer so eine Sache. Es war jetzt auch das erste Mal für mich, dass ich das ausprobiert habe.

      Das Onsen Tamago hört sich absolut köstlich an – das werde ich bald ausprobieren. Ganz lieben Dank für den Tipp!

      Ich drück Dich und sende liebe Grüße nach Stuttgart!
      Ylva (immer noch ganz rot 😉 )

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