der Klang von Zuckerwatte

Lasst uns feiern!

Es ist Zeit für ein Fest. Und was haben wir es nötig. Das Jahr eilt seinem Ende und der damit einhergehenden Wintersonnenwende entgegen und das allmählich zurückkehrende Licht der endlich wieder länger werdenden Tage legt es nur nahe dieses Fest dem Leben zu widmen. Dem Beisammensein, dem Lachen und – das gehört nunmal dazu, wenn man Feste feiert, nicht wahr? – einem guten, genussreichen Essen.

Heute mal weniger traditionell und entfernt von Gans und Ente; diesen Braten-Rezepten wende ich mich lieber wieder an einem solchen Tag zu, an dem es mir keine Traditionen mehr aufdrängen wollen, und sei es auch noch so leise. Lasst uns lieber ein wenig auf den Rest der Saison spähen und das Reh entdecken. Wunderschön in dem dunklen, fast schon lilafarbenem, Rotton und auf eine ganz spezielle Art würzig, passt es doch herrlich zu einem solchen Festmahl. Und sogar auch wieder zu asiatischen Aromen.

Reh Teriyaki

Schlicht mariniert, in reichlich Butter gebraten (denn hiermit spart man nun gerade an Weihnachten bitte wirklich nicht!) und auf einem Schälchen voll duftendem, dampfenden Reis, nebst einer feinen Sauce und etwas Ingwer serviert kann es doch nur das Genießer-Herz zum Lachen bringen. Und ist somit mein Beitrag zu Zorras elftem kulinarischen Adventskalender.

Reh Teriyaki auf Reis

Kulinarischer Adventskalender 2015 - Tuerchen 20Zutaten für 2 Portionen

  • 250 g Reh- oder Hirschfleisch aus der Keule (oder vom Rücken)
  • 1 EL Butter
  • 3 EL Sojasauce
  • 2 EL Sake
  • 2 EL Mirin
  • etwas Wasabipaste
  • 1 weiterer EL Butter
  • 1-2 Frühlingszwiebeln
  • 2 Portionen frisch gegarter Klebereis
  • etwas Gari
  • etwas Sesam

Das Fleisch Raumtemperatur annehmen lassen, abwaschen und trocken tupfen. Den EL Butter in eine Pfanne geben und bei mittlerer bis hoher Temperatur erhitzen. Sobald die Butter schäumt und beginnt braun zu werden das Fleisch hinein geben und rings herum scharf anbraten. Je nach Dicke nun 1-3 weitere Minuten weiter braten, das Fleisch soll innen noch mindestens rosa, wenn nicht sogar noch roh bleiben.

Sojasauce, Sake, Mirin und Wasabi vermischen, in die Pfanne gießen und etwas einkochen lassen. Die restliche Butter hinzu fügen und in der Sauce auflösen. Das Fleisch darin wenden, so dass es schön von der Sauce, die nun etwas dicklich sein sollte, benetzt wird und die Pfanne vom Herd ziehen. Das Fleisch heraus nehmen und kurz ruhen lassen.

Derweil die Frühlingszwiebel in Ringe hacken und den gegarten Reis auf zwei Schüsseln verteilen.

Das Fleisch nun in dünne Scheiben schneiden und diese zusammen mit dem Gari, den Frühlingszwiebeln und etwas Sesam garnieren, mit der Sauce begießen und rasch servieren.

Reh Teriyaki

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7 Kommentare zu “Lasst uns feiern!

  1. Susanna sagt:

    Wie schön zu sehen, dass Weihnachten auch anders geht. Eine tolle Idee, die schmackhaft und einfach umsetzbar Schein, und darüber hinaus mir persönlic die Angst vor dem Wild nimmt. Ich wünsche dir ein wunderbares Fest liebe Ylva!

    1. Ylva Ylva sagt:

      Vielen Dank, liebe Susanna,
      und ja, ich sträube mich immer ganz gerne ein wenig gegen die Traditionen. 😉 Vor Wild braucht man überhaupt gar keine Angst haben; probiere einfach ein wenig aus. Ganz einfach und unkompliziert ist auch Ragout: Keulen-Fleisch in Würfel schneiden, ganz kurz und heiß in Butter anbraten, mit Rotwein ablöschen, mit mehr Butter zu Sauce binden und dann würzen und zu dem Essen, was schmeckt.
      Ich wünsche Dir ein ganz tolles Fest und eine erholsame Weihnachtszeit!
      Ylva

  2. brittakama sagt:

    Ohhh… ich mag ja nicht soo gerne Reh, aber das hier sieht ja toll aus und trifft genau meinen Geschmack 🙂 ein schönes Türchen!

    1. Ylva Ylva sagt:

      Hi, liebe Britta!
      Och, statt Reh kannst Du hier auch Rind nehmen, falls Dir das eher zusagt. 🙂 Und falls Du es nicht allzu gerne zu roh hast, kann man das Fleisch vor dem Braten auch würfeln und dann nur ganz kurz rings herum braten. Das funktioniert auch ganz wunderbar.
      Ganz herzliche Grüße,
      Ylva

  3. Geli sagt:

    Liebe Ylva,

    mit lachendem Herzen habe ich die Tage auch beobachtet, dass die Sonne schon später untergeht und morgens wieder früher meine Nasenspitze kitzelt.
    Dein Teriyaki-Reh klingt wirklich köstlich. Ich liebe Wild und ich liebe Teriyaki.
    Deine Fotos sind wirklich herrlich. Ich stehe auf diese dunklen Facetten.

    Liebe Grüße,
    Geli

    1. Ylva Ylva sagt:

      Sind die längeren Sonnenminuten nicht einfach herrlich, liebe Geli? Man merkt es zwar bisher nur ganz undeutlich, aber irgendwie fühlt es sich doch gleich alles ganz anders an.
      Viele liebe Grüße – und herzlichen Dank! 🙂
      Ylva

  4. zorra sagt:

    Kööööstlich und die Farben! Mir läuft das Wasser im Munde zusammen! Danke liebe Ylva für das leckere Türchen! Ich wünsche dir ein supertolles 2016, mögen all deine Wünsche in Erfüllung gehen!

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