der Klang von Zuckerwatte

Ein Trip zum Tower und zur Shaftsbury Ave

London

Die Straßen sind lebendig. Menschen überall. Einheimische, Ausländer, Touristen, Geschäftsleute, Arbeiter, Werbekräfte. Ein wunderbarer Mix an ethnischen Gruppen und Kultur. The Luft summt ohne Unterlass und von den Treppen nebenan steigt das unverkennbare Aroma der Tube empor. Ja, endlich, ich bin wieder in London.

London

Diese Metropole hat etwas an sich, dass mich fasziniert seitdem ich drei Jahre alt war. Eine innere Kraft, die mich anzieht, über die Nordsee hinweg, und die mich wahrscheinlich niemals loslassen wird. Dieses Mal war das erste Mal ohne Familienbesuch; der erste Städtetrip ohne die typischen Touristenattraktionen.

Es war das erste Mal, dass ich dort war, einfach um mich von meinen Füßen dorthin tragen zu lassen, wo wir gerade hin wollten. Um neugierig in schmale Gassen zu spähen, unsere Nasen in neue Märkte zu stecken, und uns hindurch zu futtern, durch Pubs, Bars, Marktstände und Frühstücksbuffets. Einfach um eine langersehnte Auszeit vom Alltag zu genießen.

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Die Travelodge direkt neben dem Tower war ein perfekter Ort um die Stadt zu erkunden. Ein fünf-Minuten Gehweg zur nächsten Underground Station und dem Tower selbst und – noch viel besser – mit einem neuen Lieblingsplatz direkt vor der Hoteltür. Nur ein paar Treppenstufen oder eine Fahrstuhlfahrt vom Hotelzimmer entfernt.

Ich weiß nicht, was genau uns am ersten Abend in einer fremden Stadt immer einen betriebsamen Pub auswählen lässt. Die Nähe zu den Locals, das Versprechen von wohligem Soulfood und einem kräftigenden Bier? Ein Atemzug vom hiesigen Alltag und das wohltuende Gemurmel des lokalen Dialekts? Was immer es ist; gefällt es uns kommen wir wieder und wieder. Wie zum the Minories mit seiner herrlichen Auswahl an Burgern, Pies, Desserts und Drinks.

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Besucht es an einem Donnerstag- oder Freitagabend zwischen 17 und 20 Uhr für einen Pornstar Martini (Absolut Vanilia Vodka, Passoã, Passionsfrucht Pürée, Ananassaft und Limette, serviert mit einem Schluck Galanti Prosecco) und einem weiteren Cocktail nach Herzenslust für den Preis von einem. Ja, der Martini ist so sündhaft lecker, wie er klingt. Probiert zudem die Burger und den salted caramel & chocolate bar.

Stattet man dem Tower einen Besuch ab kommt man unweigerlich an einem der Wagamama Restaurants direkt hinter den Ticketverkaufsstellen vorbei. Inspiriert von japanischen Ramen Bars und der südost-asiatischen Küche im Allgemeinen, bekommt man hier köstliche Suppen, Nudelgerichte, Salate, Snacks, Säfte und Desserts. Alles mit dem gewissen Etwas, das einen mit einem erfrischten Gefühl und einem glücklichen Bauch zurück lässt. Gerade die lollipop prawn kushiyaki und die grilled duck ramen haben es uns angetan, ebenso der repair juice mit Grünhohl, Apfel, Limette und Birne. Bestellt die Minikuchen-Auswahl zum Nachtisch oder vertraut unserem Urteil und nehmt gleich den white chocolate ginger cheesecake. Yum!

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Lasst uns das Gebiet um den Tower verlassen und in das Herz der Innenstadt fahren; zum Leicester Square und Piccadilly Circus. Hier gibt es Plätzchen, die sich schon längst für immer in mein Herz geschlichen haben, sei es das Foyles (mein allerliebster Buchladen mit einem hauseigenem Café) in der Charing Cross Road, Forbidden Planet in der Shaftsbury Avenue (ein Muss für jeden Geek mit einer Leidenschaft für Comics, Bücher oder Mangas – für Spiele besucht das Orcs Nest, 6 Earlham Street), und Chinatown in der Mitte.

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Dieses Mal konnten wir es auch nicht lassen ein paar Drehorte zu besuchen. Kingsman: The Secret Service hat mich vor ein paar Wochen gefesselt und so haben wir den Schneider in der Savile Row aufgesucht, der noch immer den Kingsman Schriftzug auf einer Seite des Eingangsschilds, sowie das Logo auf dem Schaufenster hat. Und da die St. James Street ebenfalls nicht weit vom Piccadilly Circus entfernt liegt, haben wir auch gleich bei einem der traditionellsten Hutmacher Londons hinein geschaut. Lock & Co. Hatters hat schon Persönlichkeiten wie Charlie Chaplin, Sir Alec Guinness und Winston Churchill ausgestattet. Was ein toller Laden!

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Zudem, (falls ihr zu den Potterheads gehört) läuft derzeit Harry Potter and the Cursed Child im Palace Theatre in der Shaftsbury Avenue. Wir haben leider keine Tickets für die Premiere ergattern können. Immerhin ist das ein triftiger Grund zurück zu kommen. 

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Ein neues Plätzchen – das wir nur aus reinem Zufall entdeckt haben, während wir darauf gewartet haben, dass der Forbidden Planet öffnet – ist SaladPride. Es liegt etwas versteckt in einem der von außen fast unscheinbaren Hinterhöfe, 2 Neal’s Yard, und ist eine traumhafte Oase der Ruhe, direkt neben einer der geschäftigsten Straßen Londons. Setzt Euch hin und gönnt Euch einen der köstlichen Smoothies, Salate oder eine Frühstücksschüssel, gepaart mit einem tollen Ambiente. Zum Beispiel einen pear & lavender oder mint & cucumber Smoothie oder einen antidote Saft und sich dabei von den leuchtenden Farben und kreativen Menschen bezaubern lassen..

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Ein anderes Plätzchen in das wir uns, fast schon etwas zu spät, verliebt haben ist das Shibuya Soho, 110 Shaftesbury Ave, direkt am Rande von Chinatown. Solltet Ihr nach einem traditionell japanischen Restaurant suchen, solltet Ihr hier hin. Was uns beinahe von einem ersten Besuch abgehalten hat waren die Preise… was wir allerdings nicht wussten ist, dass sie ein komplettes, traditionelles japanisches Menü beinhalten. Das heißt man wählt ein Gericht und bekommt es mit einer Misosuppe, passenden Pickles, noch mehr Pickles, Sößchen und allem drum und dran serviert. Lasst uns einfach sagen, dass wir beinahe geweint haben nicht schon vorher hinein gegangen zu sein. 

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Das Essen war mehr als atemberaubend und wir haben uns schweren Herzens verabschiedet. Probiert das shabu shabu, ein Fondue-ähnliches Gericht mit Brühe, die Gyouza die Euch am meisten anlachen oder die sashimi don. Oder investiert in die Fisch Platte mit „daily specials“, von der ich leider den Namen nicht mehr weiß, nur, dass sie schon so lecker aussieht, dass man allein beim Anblick ins Schmachten kommt. Zudem ist der grüne Tee (jeglicher Sorte) mehr als empfehlenswert.

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Mögt Ihr lieber chinesisch ist wiederum Chinatown selbst die richtige Adresse. Einfach ins erstbeste Restaurant setzen und sich durch Dim Sum, Peking Ente oder „Cantonese pork“ Spezialitäten futtern, seien es Spareribs oder knusprig gegrillter Schweinebauch. Ihr werdet es nicht bereuen. 

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Nächster Halt: Brick Lane und Camden Market.

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12 Kommentare zu “Ein Trip zum Tower und zur Shaftsbury Ave

  1. zorra sagt:

    Tolle Fotos! Ich will sofort wieder nach LONDON! Danke fürs Mitnehmen.

    1. Ylva Ylva sagt:

      Herzlichen Dank, liebe Zorra! 🙂 Bei uns wurde es auch dringend wieder Zeit. Zehn Jahre waren echt fast etwas viel, so weit weg von dieser schönen Stadt.
      Viele Grüße, Ylva

  2. Karin sagt:

    Ooohhhh…..Du machst mir richtig Lust auf London! Das letzte Mal liegt sehr lange zurück – 1996!!!!!!
    Eigentlich wäre nun – 20 Jahre später – genau der richtige Zeitpunkt für eine Rückkehr. 🙂

    LG Karin

    1. Ylva Ylva sagt:

      Aber dann ganz schnell hin, liebe Karin! 😉 Zwanzig Jahre sind definitiv viiieeeel zu viiieeel! Da hat sich so viel getan in der tollen Stadt. Ich hab da auch noch ein paar Schmankerl für Euch… 🙂
      Ganz liebe Grüße, ich drück Dich!
      Ylva

  3. Lena sagt:

    Hach, große Londonliebe auch bei mir! Deine Fotos sind so toll und versetzen mich gleich wieder in diese grandiose Stadt!
    Ich verstehe voll und ganz wie man immer und immer wieder nach London will und freue mich schon auf mehr Teile von dir! Deine Tipps klingen übrigens alle ganz verlockend, schrecklich ;).
    Wir werden im September nach NYC fliegen, eine ganz andere toll Stadt auf die ich mich schon so sehr freue! Endlich! Und ich bin so gespannt wie es sein wird :).

    Ganz liebe Grüße

    1. Ylva Ylva sagt:

      Hach, ganz herzlichen Dank, liebe Lena! Wir hätten auch wirklich noch gerne länger bleiben können; aber so ist es ja immer, nicht? 😉
      Wow, New York klingt unglaublich fantastisch! Da bin ich ja auch schon riesig gespannt, was Du danach alles zu erzählen haben wirst. Ich war auch noch nie dort, dabei soll es so schön sein… hach :).

      Ganz liebe Grüße,
      Ylva

  4. Julia sagt:

    Oh wie schön, liebe Ylva! Nach London würd ich auch sofort wieder reisen! Tickets für „The cursed child“ gibt es aber erst wieder für nächstes Jahr, hab ich gelesen, ich warte also noch mal ein Jahr, bis ich wieder ins schöne England reise 😉
    Liebe Grüße!
    Julia

    1. Ylva Ylva sagt:

      Vielen Dank, liebe Julia! <3 Ja, wir haben das mit the cursed child auch irgendwie komplett verschlafen. Aber dafür dann vielleicht nächstes Jahr, so wie Du…? Mal sehen. 😉
      Ich drück Dich feste!
      Ylva

  5. Sabrina sagt:

    Herrlich! Ich merke gerade, dass ich schon viel zu lange nicht mehr in London war – dabei hat es mir dort immer wahnsinnig gut gefallen. Die schönen Fotos und Tipps machen auf jeden Fall Lust, gleich mal nach Flügen zu schauen, aber vorher schaue ich mir noch deine anderen London-Beiträge an! 🙂
    LG
    Sabrina

    1. Ylva Ylva sagt:

      Tausend Dank, liebe Sabrina! Nach London sollte man tatsächlich viel häufiger…hach, gäb’s doch nur mehr Urlaubstage, was? 😉 Es freut mich riesig, dass Dir die Fotos so gut gefallen und vor allem die Tipps. Es ist immer herrlich, wenn man Urlaubsfreude weitergeben kann. <3
      Liebe Grüße,
      Ylva

  6. Sara sagt:

    Liebe Ylva,

    vom 4.8. – 7.8. war ich selbst in London. Seit 2009 MUSS ich einmal im Jahr in diese wundervolle Stadt. Es war Liebe auf den ersten Blick und jedes Mal wenn ich die Tower Bridge oder die noch wunderbarere St. Paul’s Cathedral sehe freue ich mich wie ein Kind zu Weihnachten. Eigentlich glaube ich nicht an Wiedergeburt aber anders kann ich mir diese Affinität nicht erklären 😀
    Ein Straßenmarkt ist bei jedem Besuch im Programm. Es fällt schrecklich schwer dort nicht alles probieren zu wollen 😉
    Chinatown ist so gar nicht mein Fall, dafür zieht es mich immer wieder zum Trafalgar Square und dort in die wunderbare Kirche St. Martin-in-the fields. Weltberühmt für ihre Konzerte und mit dem zauberhaften Cafe in the crypt. Ein Ort, der von Einheimischen gut besucht ist und trotzdem eine Oase in dieser hektischen Stadt.
    London du Wunderbare <3

    Liebe Grüße Sara

    1. Ylva Ylva sagt:

      Hach, ich kann Dich so gut verstehen, liebe Sara. London ist doch einfach toll! St. Martin in the fields kenne ich auch. So ein tolles Örtchen, auch wenn wir dieses Mal nicht dort waren. Ich sehe schon: Wir müssen den nächsten Urlaub planen 😉
      Ganz liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
      Ylva

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