der Klang von Zuckerwatte

In jeder Jahreszeit ein Knüller: selbst gemachtes Ginger Ale

Ingwer. Was für eine Power-Knolle! Früher habe ich ihn ja gar nicht gemocht, muss ich zugeben. Doch das hat sich geändert, als wir vor etwas mehr als einem Jahr die südost-asiatische Küche für uns entdeckt haben. Seitdem kaufen wir ihn in richtigen Massen und wir haben ihn immer, aber wirklich immer in unserer Küche vorrätig. Ohne geht nicht mehr. Für ein einfaches Wok-Gericht verbrauchen wir zu zweit ein walnussgroßes Stück. Locker.

Und es ist einfach lecker! Das tolle an Ingwer ist seine Wirkung. Medizinisch ist er ein wahres Wundergewächs. Er hilft bei Übelkeit und Erbrechen, ist mit seinen Vitaminen ein guter Feind gegen Erkältung, hilft gegen Muskelschmerzen, ist entzündungshemmend und auch gegen rheumatische Erkrankungen soll er helfen. Hinzu kommt seine sofortige Wirkung beim Verzehr. Eigentlich auch schon beim Duft, wenn man an einem frisch angeschnittenen Ingwer schnuppert. Der Kopf wird auf einmal klar und man fühlt sich angenehm wach. Zudem wirkt er im Sommer wunderbar erfrischend während er hingegen im Winter auf wundersame Weise wärmt. Und stets lässt er ein wohliges Gefühl zurück.

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Somit bin ich nun auch auf den Geschmack von Ginger Ale gekommen. Ingwer in trinkbarer Form… ein wahrer Traum! Also habe ich damit angefangen mein eigenes Ginger Ale zu mixen. Aus etwas selbst gemachtem Ingwersirup und Mineralwasser. Lecker sag ich Euch! Und das beste ist: man kann selbst dosieren, wie stark man sein Ale haben mag. Einfach genial!

Auch kann man je nach Jahreszeit den Sirup unterschiedlich würzen. Meinen ersten Sirup habe ich im Sommer gemacht und ihm leckere Zitrone und Limette beigefügt. Mjamm!

Sommerlicher Ingwersirup mit Zitrusfrüchten

Zutaten für ca. 500 ml

  • 400 ml Wasser
  • 200 g Zucker (ich: 100 g Kandis & 100 g weißer Zucker)
  • 150 g Ingwer
  • 1 Zitrone mit verzehrbarer Schale
  • 1 Limette mit verzehrbarer Schale

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Zubereitung

Den Ingwer schälen und in dünne Scheiben schneiden oder hobeln. Die Zitrusfrüchte mit heißem Wasser abwaschen, abtrocknen und mit einem Zestenreißer die Schale entfernen bzw. einfach abreiben. Dann die Früchte auspressen.

Das Wasser mit dem Zucker, dem Ingwer, den Zesten und dem Zitrussaft in einen Topf geben, alles aufkochen und für ca. 5 Minuten köcheln lassen, bis das Gemisch langsam eine sirupartige Konsistenz bekommt. Das ganze durch ein Sieb in sterilisierte Flaschen umfüllen.

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Variation

Für einen winterlichen Ingwersirup ersetzt man die Zitrone und Limette mit insgesamt einer Orange und röstet sich ein paar Gewürze in einer Pfanne, die man dann in dem Sud aus Ingwer, Zucker und Orange aufkocht. Ich empfehle für diese Menge 5 ganze Nelken, 10 Cardamomkörner, 10 Zimtblüten und 5-10 Pfefferkörner.

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16 Kommentare zu “In jeder Jahreszeit ein Knüller: selbst gemachtes Ginger Ale

  1. Ilka sagt:

    Liebe Ylva,
    flüssiger Ingwer, hmm.. ich hab ja immer Ingwertee während der Schwangerschaft getrunken, ja, gegen die Übelkeit. Allerdings geht da wirklich nur frischer, niemals, nie, sollte man Ingwertee aus dem Beutel nehmen, das ist wirklich gar nicht lecker (diplomatisch ausgedrückt).
    Ich hab immer noch das Nudelprojekt vor Augen, bald wirds bestimmt was.Jetzt, wo es draußen so ekelhaft ist…
    Ganz liebe Grüße
    Ilka

    1. Hallo liebe Ilka,

      oh, das stimmt: Ingwertee ist auch so richtig lecker und auch ich bin dieses Jahr total auf den Geschmack davon gekommen.

      Für das Nudelprojekt drücke ich selbstverständlich weiterhin die Daumen und hoffe, dass es klappt und schmecken wird 😉

      Ganz liebe Grüße,
      Ylva

  2. Trina sagt:

    Das ist ja was für mich, ich will schon so lange mal Ginger Ale selbst machen 🙂

    Dann werd ich am Wochenende wohl Sirup kochen 😀

    Ganz liebe Grüße Trina ♥

    1. Hallo liebe Trina,

      super, da freu ich mich riesig! ❤ Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Kochen – lass es Dir schmecken! 🙂

      Ganz liebe Grüße,
      Ylva

  3. Toni sagt:

    Oh, das gefällt mir ja… ein Plan für nächste Woche das zu machen. Meine Schwestern sind sicher auch dabei;)

    1. Freit mich riesig! Ich wünsche Euch gutes Gelingen beim Sirup kochen! 🙂

  4. Dani sagt:

    Super Idee, das muss ich mal ausprobieren. Mein Liebster trinkt ja gerne Ingwer mit heißen Wasser aufgegossen, aber ich denke wir versuchens mal auf die Variante :o)
    Ürbigens find ich deinen Blognamen echt super!

    liebste Grüße
    Dani

    1. Hallo liebe Dani!

      Ganz lieben Dank 😉 Ich finde meinen Blognamen auch nach den knappen 3 Jahren, die er jetzt schon besteht, immer noch toll. Manchmal entstehen aus den größten Schnapsideen wirklich tolle Sachen!

      Es freut mich riesig, dass Du den Sirup ausprobieren magst. Ich wünsche Dir gutes Gelingen und hoffe, das Ergebnis schmeckt Euch beiden!

      Ganz liebe Grüße!
      Ylva

  5. Tammy sagt:

    Mhh ich hab auch erst Ingwer im Getränk gehabt – ich hab Apfelsaft mit Apfel-Zitronen-Vanille Tee gemischt und ein paar Scheiben Ingwer und einen Esslöffel Honig dazu rein. Ginger Ale trinke ich so gern, da muss ich mal den Sirup nachzaubern.

    1. Mit Ingwer in Getränken möchte ich nun auch unbedingt einmal etwas mehr experimentieren. Man braucht ja auch meist gar nicht viel davon um einen super Geschmack zu bekommen.

      Probiere den Sirup gern mal aus; ich fand ihn sehr, sehr lecker!

      Liebe Grüße,
      Ylva

  6. Kris sagt:

    Ohhhhhh, ich LIEBE Ingwer (und hab den HdH gestern tatsächlich noch losgeschickt, welchen zu kaufen).
    Hast du irgendwelche Erfahrungswerte, wie lang der Sirup haltbar ist?

    1. Oh, wie super! Freut mich riesig, dass Dir das Rezept gefällt!

      Viel Erfahrungen habe ich noch nicht gemacht, was die Haltbarkeit betrifft aber ich denke das sollte sich in gleichen Rahmen bewegen wie selbst gemachter Holunderblütensirup. Heiß abgefüllt in sterilisierte Flaschen, die gut verschlossen und kühl gelagert werden sollten dann schon ein paar Wochen locker drin sein. Ich stelle die Sirupflaschen nach dem Anbruch auch gern in den Kühlschrank.

      Ganz liebe Grüße – lass es Dir schmecken 🙂
      Ylva

  7. Julia sagt:

    Was für eine tolle Idee, Ylva! Ich lieb Ginger Ale ja auch, aber meist ist es mir zu wenig ingwerig, weshalb ich ja auch total gerne Ginger Beer trinke, was aber manchmal zu scharf sein kann, deshalb tausend Dank für das Rezept 🙂
    Liebe Grüße!
    Julia

    1. Da kommt das Rezept für Dich ja wie gerufen 😉 Mir sind die ganzen Ginger Ales, die man so zu kaufen bekommt, meist viel zu süß. Daher bin ich mit der selber Anrühr- und Mix-Methode sehr zufrieden. Wie viel Ingwer/Zucker/weitere Gewürze man nimmt kann man ja super nach den eigenen Vorlieben bestimmen und dann je nach Lust und Laune kurz vor dem Trinken selbst bestimmen, wie stark man sein Gebräu haben mag. Eindeutig super!

      Ginger Beer habe ich bisher noch gar nicht probiert. Da muss ich doch glatt mal die Augen offen halten 😉

      Ganz liebe Grüße!
      Ylva

  8. Chris sagt:

    Mjam! Schmeckt unglaublich lecker, einfach perfekt!
    Bin übrigens nach mindestens fünf anderen Rezeptseiten hier gelandet, deine Seite ist so schön aufgebaut und bebildert, dass du direkt mein Vertrauen gewonnen hast 😉
    Hat jemand getestet, wie lange sich der Sirup ca. hält?

    1. Hallo Chris,

      wie schön, dass Du den Sirup nachgekocht hast und er so so gut schmeckt! Zudem freut es mich riesig, dass Du hierher gefunden hast und Dir meine Seite gefällt – ganz lieben Dank für das Lob. Herzlich Willkommen! 🙂

      Auf Haltbarkeit hat den Sirup bisher noch keiner getestet (soweit ich weiß). Unserer ist auch immer recht schnell aufgebraucht, daher kann ich leider auch nur Schätzungen abgeben. Ich denke aber mal, wenn man ihn in sterilisierte und luftdichte Flaschen füllt und diese im Kühlschrank lagert sollten einige Wochen gut drin sein.

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
      Ylva

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